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Dank Schwarze-Robitec auf die Weltmeere
Ohne Werkzeugwechsel biegen: Zwei neue Maschinen für die Meyer Werft

Rund 400 Kilometer Rohr, 52.000 einzelne Stücke, sind in einem einzigen Kreuzfahrtschiff verbaut: Diese schiere Menge fertigt das Meyer Werft Rohrzentrum für jedes Schiff, das die Papenburger Meyer Werft vom Stapel lässt. Der deutsche Schiffbauer setzt erneut auf zwei neue Maschinen von Schwarze-Robitec. Sie sorgen für eine schnelle, sichere und hochqualitative Bearbeitung von Rohren verschiedener Abmessungen. Denn dank Mehrfachwerkzeugen entfällt ein Großteil des zeitintensiven Werkzeugwechsels.

„Made in Germany“ stechen die Kreuzfahrtschiffe und Fähren der Meyer Werft auf allen Weltmeeren in See. Seit mehr als 17 Jahren setzt der Papenburger Schiffbauer dafür auf die ebenfalls in Deutschland gefertigten Rohrbiegemaschinen von Schwarze-Robitec. Nun hat der Kölner Rohrbiegeexperte zwei neue Maschinen bei der Meyer Werft in Betrieb genommen: Eine CNC 100 HD MW biegt Stahl- und Edelstahlrohre mit Durchmessern von 42,2 mm bis 88,9 mm, eine CNC 220 HD MW übernimmt den Bereich 114 mm bis 219 mm. Beide Maschinen sind im jeweiligen Durchmesserbereich mit einem sogenannten Fünffach-Werkzeugturm ausgestattet. Somit bleibt ein Großteil der benötigten Werkzeuge dank des Mehrebenen-Werkzeugaufbaus gleichzeitig gerüstet. So können Rohre unterschiedlicher Durchmesser und Wandstärken ohne Werkzeugwechsel gebogen werden. Komponenten wie die Gleitschiene und Spannbacken sowie die massive Biegeschablone sind für die im Schiffbau zu fertigenden Rohre sehr groß und schwer. Der Wechsel per Kran kostet Zeit und Kraft und birgt Qualitätsrisiken für das Ergebnis, da das Werkzeug jeweils neu eingestellt werden muss. Lediglich den Biegedorn und die Spannpatroneneinsätze im Wendekopf muss das Meyer Werft Rohrzentrum für eine andere Rohrabmessung wechseln.  Die Meyer Werft profitiert von einer enormen Rüstzeitersparnis und einem beständigen, gleichbleibend hochqualitativen Biegeergebnis.

Zu jeder Maschine lieferte Schwarze-Robitec außerdem eine halbautomatisierte Beladevorrichtung: Ein Magazin vereinzelt auf manuelle Anforderung Rohre, die dann einem Beladetisch übergeben werden. Dieser höhenverstellbare Tisch transportiert das Rohr auf die entsprechende Beladehöhe und führt es dort in den Wendekopf der Maschine für den anschließenden Biegevorgang. Das vereinfacht den sonst mitunter gefährlichen Prozess noch einmal mehr und stellt einen hohen Sicherheitsfaktor für die Meyer Werft dar, denn auch das Beladen so langer und mehrerer 100 Kilo schwerer Rohre lässt sich sonst nur mithilfe eines Krans und einer ausbalancierten Aufhängung an zwei Punkten bewerkstelligen.

Schon seit 2004 waren beim Meyer Werft Rohrzentrum zwei vergleichbare Maschinen von Schwarze-Robitec im Einsatz, die nun an einen anderen Standort verlegt wurden. An ihre Stelle treten in Papenburg die neuen Modelle, die auf dem aktuellen Stand der Technik mit weiterentwickelter Steuerung und Bedienung sind – für viele weitere Schiffe, die in Deutschland vom Stapel laufen.